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Satzbau
Wie chinesische Sätze aufgebaut sind — Wortstellung, Thema-Kommentar und das Aneinanderreihen von Verben.
Satzbau 7
Einfache chinesische Sätze folgen dem Muster Subjekt + Verb + Objekt. Der Haken: Anders als im Deutschen ist diese Reihenfolge fest — verschiebst du das Objekt, kippt die Bedeutung.
的 (de) ist das Allzweck-Besitzwort im Chinesischen — und es ist verblüffend einfach: Besitzer + 的 + Sache (我的书 „mein Buch“, 老师的车 „das Auto des Lehrers“).
Bei engen Beziehungen (Familie, Partner, gute Freunde) und Institutionen (Schule, Arbeit) lässt das Chinesische das besitzanzeigende 的 weg: Es heißt 我妈, nicht 我的妈. 的 zu behalten klingt seltsam distanziert.
有 (yǒu) ist das Verb „haben“: Subjekt + 有 + Objekt (我有钱 „ich habe Geld“). Seine eine Eigenheit — es wird mit 没 verneint, nicht mit 不: 没有.
都 (dōu) heißt „alle" – und „beide", und (mit einer Verneinung) „keiner von beiden". Der Haken: 都 steht VOR dem Verb, nie beim Substantiv wie „alle" im Deutschen.
也 (yě) heißt „auch" – und es steht immer vor dem Verb, nie frei verschiebbar wie das deutsche „auch". Dasselbe 也 deckt in Verneinungen „auch nicht" ab.
Häng 吧 (ba) ans Satzende, um aus einem schroffen Befehl eine freundliche Anregung zu machen – 我们走吧 („lass uns gehen"), 坐吧 („setz dich"). Die sanfte, freundliche Partikel.
Über Grammatik zu lesen ist nicht dasselbe, wie sie zu benutzen.
Die Merry-Mandarin-App macht aus jedem Muster hier verteiltes Wiederholen, Audio von Muttersprachlern und abgestufte Geschichten — bis es zum Instinkt wird.